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Steinsund (Sognefjord)  [ Anfahrt nach Steinsund ]   [ Seekarte ] 

Unser Quartier  Morgendliche Ausfahrt  Pilken an der Felswand

Im Mai 2002 reiste ich mit 3 Freunden zur Insel Steinsund, die im Mündungsbereich des Sognefjordes liegt. Wir mieteten ein gemütliches, gut eingerichtetes 6-Personen-Ferienhaus in einer Reihenhausanlage, in welcher weitere Angler wohnten. Dazu für uns 4 ein 18-Fuß-Boot mit 10-PS-Außenborder. Anfangs etwas skeptisch, ob der etwas knappen Motorisierung, waren wir letztendlich in der Praxis doch zufrieden. Zudem war das Boot sehr breit, so dass man beim Fahren nicht oder kaum nass wurde. Bei der Vorbereitung dieser Tour hatten wir den Schwerpunkt auf schweres Naturköderfischen gelegt, um gezielt auf die im Fjord lebenden Großlengs zu angeln. Der Fjord weist in diesem Bereich Tiefen von über 400m auf. Er ist hier allerdings auch ca. 10km breit, was es an Tagen mit stärkerem Wind unmöglich macht, diese zu erreichen. An diesen Tagen wurde das Programm "Inselumrundung" gefahren, was Aufgrund deren Größe durchaus noch Sinn macht. Angeln kann man auch wunderbar in den Nebenfjorden des Sognefjord.
Aller Anfang ist schwer in einem neuen Revier. Die Stellen mit den Köder-Seelachsen waren alsbald ausgemacht, und so konnten die 600g - Naturködermontagen auf Tiefe gelassen werden. Wir fischten rings um die Insel an verschiedenen, sorgfältig nach Seekarte ausgesuchten Stellen. Und fingen hin und wieder einen Leng oder Lumb. Der größte Leng maß ca. 90cm, den größten Lumb könnt ihr unten auf dem Foto sehen (110cm, 13kg). Leider handelte es sich in der Regel um Eintagsfliegen, mehrmaliges Nachdriften über und neben der gleichen Stelle brachten keine weiteren Bisse. Mit dem Pilken verhielt es sich ähnlich, hier und da ein mittlerer Dorsch oder Pollack. Durch Gespräche mit den anderen Anglern im Camp erfuhren wir, dass diese auch schon bessere Jahre in diesem Revier gesehen hatten. Eine Bootsbesatzung angelte wie wir gezielt auf Dorsch, Lumb und Leng, während andere wiederum sich an den zugegebenermaßen nicht sehr großen Seelachsen schadlos hielten.
An unserem letzten Tag konnten wir das Ruder noch einmal herumreißen. Da es am Mittag fast völlig windstill wurde, fuhren wir nah an eine steil ins Wasser abfallend Felswand heran und pilkten mit leichtestem Gerät. Die Wand setzte sich unter Wasser ebenso steil fort. Während im Bug die Pilker nach 25m auf Grund gingen, zeigte das Lot im Heckbereich über 80m Wassertiefe. An diesen Stellen bekamen wir zu unserer Überraschung einen Biss nach dem Anderen. Regelmäßig wanderten Dorsche, Pollacks und auch Rotbarsche in die Fischkiste.
So hangelten wir uns von Felsnische zu Felsnische bis zum Ende der Wand. Dort angekommen, ließen wir uns in eine flache Bucht treiben. Und bekamen immer mehr Bisse, und zwar je flacher umso mehr. So landeten wir gute Dorsche und fingen nicht selten auch Dubletten. Unterstützt von dem aufkommenden leichten auflandigen Wind setzten wir unsere Driften an der parallel zu Ufer verlaufenden 50m-Kante an, warfen in Richtung Land und ließen uns in die Buchten treiben. Die Dorsche bissen wie auf Ansage und bis in die letzten flachen Ausläufer.
So hatte sich einmal mehr bewahrheitet, dass nicht immer nur "schwer" oder "tief" fängt.

Der Rekordfisch der Tour - Lumb-110cm-13kg
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