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GPS
Für unsere Norwegen - Tour 2001 legte ich mir mit einem Freund zusammen
ein Garmin GPS 12 zu. Wir haben die Ausgabe von damals ca. 400,- DM wirklich
nicht bereut. Zum einen kann man eine Tour so viel besser vorbereiten
, indem man schon mal an Hand einer Seekarte interessante Punkte eingibt.
Seine Stärken spielt das Gerät aber erst aus, wenn man beim Fischen auf dem Wasser ist.
Findet man ein Stelle, wo es richtig gut beißt, wird diese mit einem kurzen Handgriff
markiert und gezielt wieder angefahren. Durch die Aufzeichnung der so genannten
Trackpoints lässt sich die nächste Drift entweder direkt über die letzte oder aber neben
diese legen. Man erkennt außerdem, ob sich die Strömungsverhältnisse geändert haben.
Das Display nach intensiver Beanglung einer Top-Stelle sieht dann ungefähr so aus:

Nun ist aber die Eingabe und Bearbeitung der Wegpunkte ins GPS nicht sonderlich komfortabel.
Und es stellt sich ein weiteres Problem, das man bei der ersten
Verwendung sträflich vernachlässigt hat:
Fährt man im nächsten Jahr in ein anderes Angelrevier, füllt sich die Wegpunkteliste
schnell bis zur Unkenntlichkeit. Also schnell ( ?! ) von Hand alle Wegpunkte so umbenannt
, dass es nicht zu Verwechslungen kommt. Deshalb fangen die Namen meiner Leka-Punkte nun alle schön
mit "L" an. Die schon angesprochene Übersicht war trotzdem dahin.
Ich hatte zwar schon gehört, das man GPS und PC zusammestöpseln kann, ein Zwiegespräch
mit meinem Angelhändler brachte mich dann allerdings ziemlich schnell zu der Erkenntnis
, dass bei GPS & Co. das Geld mit dem Zubehör verdient wird. Ein simples
Datenkabel für die serielle Schnittstelle kostete damals lt. Garmin-Webseite 49,- €.
Nach einigem Suchen fand ich diese Seite:
http://home.germany.net/abu/gps/gps12.htm
, durch die ich dann zu
http://www.pfranc.com verwiesen wurde. Dort bekommt man für deutlich
weniger Euros "Larry's GPS-Plug", für alle möglichen Garmin- und Magellan-GPS.
Es ist völlig unkompliziert: ihr schreibt eine Email an eine deutsche Adresse und
habt 2-3 Tage später den Stecker im Briefkasten, nebst addressiertem Rückumschlag zum Bezahlen.
Mit etwas Geschick am Lötkolben und einem zerschnippelten seriellen Kabel, es
werden genau 3 Drähte benötigt, habt ihr in Kürze euer Datenkabel selbst hergestellt.
(Zeichnung auf o.g. Webseite, bzw. liegt dem Stecker noch mal bei)
Natürlich benötigt ihr noch ein Programm für den Datenaustausch. Auch da gibt
es wieder was auf der Garmin-Seite, leider nur als teuere Kaufversion, keine
Trial zum Runterladen oder abgespeckte Freeware-Version.
Eine Alternative ist hier das allerdings englischsprachige Programm "GPS Utility"
Ihr könnt es unter
http://www.gpsu.co.uk/ herunterladen. Die Freewareversion
unterstützt 100 Wegpunkte, 5 Routen a 10 Wegpunkte, 500 Trackpoints sowie
ein 2000 x 2000 Pixel großes Bild als Seekarte. Das klingt zwar erst mal wenig
, täuscht aber etwas. Ihr könnt 100 Wegpunkte gleichzeitig verwalten (herunter-
laden, hochladen, umbenennen, Kommentare schreiben, Symbole und Koordinaten
ändern...). Diese könnt ihr grafisch in einem Koordinatensystem darstellen und
zusätzlich eine eingescannte Seekarte dahinterlegen. Ist Alles zu eurer Zufriedenheit, speichert ihr
in eine Datei ab und legt für euer nächstes Angelrevier eine
neue an (mit wieder 100 Waypoints... ). Sind die Daten einmal auf eurem Rechner, könnt ihr den Datensalat
auf dem GPS löschen und immer das aufspielen, was demnächst benötigt wird.
Wem das nicht genügt, der kann für US$ 40 die Lizenz der Vollversion erwerben, die unterstützt dann 65000 Waypoints.
Außer der Bequemlichkeit gibt es noch einen weiteren Grund, weshalb ihr euere
Daten sichern solltet. Laut Herstellerangabe beträgt die Standzeit der Lithium-Batterie in eurem GPS ca. 10 Jahre. 10 Jahre, aber seit wann......??
Folgende Fehler könnt ihr machen:
Auf älteren Seekarten steht mitunter folgender Satz:
"Positions obtained from satelite navigation systems must be moved xx northward and yy eastwarth to.."
Dies bedeutet im Klartext: Habt ihr eure Punkte vor Ort auf dem Wasser markiert könnt ihr sie nicht direkt auf der Seekarte abtragen,
sondern müsst die angegebene Abweichung addieren oder subtrahieren. Im Umkehrschluss bedeutet dies, wollt ihr einen Scan dieser Seekarte
in "GPS Utility" verwenden, müsst ihr beim calibrieren des Bitmaps die Karte in entgegengesetzter Richtung verschieben.
Neuere norwegische Seekarten stimmen mit dem GPS-Koordinatensystem WGS84 überein (steht auf der Karte), so dass ihr die Punkte direkt eintragen könnt.
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