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Bokn (Boknafjord)
[ Anfahrt nach Bokn ]
[ Seekarte ]
Unsere "Frühjahrstour" führte uns im Februar 2003 auf die Insel Bokn, welche sich ca. 10 km
Richtung NNW von Stavanger im Boknafjord befindet. Wir mieteten uns für eine Woche im Ferienhaus von Ole
ein. Das Haus liegt am Sunnarlandstraumen (teilt die Insel in NW-SO-Richtung) direkt am Wasser, die
Veranda ist gleichzeitig der Bootsanleger. Als Boote hatten wir 2 24-Fuß-Dieselkutter.
Durch die Lage am Straumen ist es möglich, je nach Wind entweder in Richtung NW in den Kamsund oder nach
SO in den Boknafjord zum Fischen zu fahren. Da es in der Woche meist südlichen Wind gab, fischten wir hauptsächlich im Kamsund.
Der Kamsund ist ca. 3 km breit und weist Tiefen bis 300 m auf. Durch seinen Nord - Süd - Verlauf bauten sich an windigen
Tagen schon recht ordentliche Wellen auf. So angelten wir anfänglich meist in Ufernähe (50 - 100m Tiefe) und "hangelten" uns von Bucht zu Bucht.
An leichtestem Gerät fingen wir Dorsch, Pollak, Leng und Köhler, allerdings in eher geringen Stückzahlen.
Die Heringsschwärme wurden von den Netzen der Einheimischen zwar jeden Tag erwartet, blieben aber von Einzelexemplaren abgesehen,
in dieser Woche aus.
Gegen Ende der Woche wurde das Wetter noch regelrecht schön, so konnten wir die Uferbereiche verlassen und die örtlichen Top-Stelle
(siehe Seekarte [4]) mitten im Sund beangeln. Es handelt sich um einen langezogenen, nach 2 Seiten abfallenden Rücken. Kaum das das Wetter
schön wurde, bevölkerte sich diese Stelle mit einer Vielzahl an einheimischen Booten. An den Kanten dieses Berges bekamen wir an den letzten beiden
Tagen ganz ordentlich Seelachs mittlerer Größe.
Zusammenfassend kann ich sagen, das wir wohl einfach zu früh im Jahr da waren.
Ole erzählte nur beiläufig, dass man im Sommer die Makrelen im Straumen von der Veranda aus fangen könne, naja wir hatten dafür fast jeden
Morgen Eis an dieser Stelle.
Durch den noch nicht angekommenen Hering fehlte es auch an
angelbaren größeren Fischen. Trotzdem waren wir nicht unzufrieden, der Abendbrotfisch war jeden Tag gesichert und zum Mitnehmen blieb
auch noch was über.
Fotos © G. Kiesel
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